die virtuelle heimat von heike und markus
24 Jul
Weiter gings dann von Las Vegas ins legendäre Death Valley. Ein paar Meilen vor dem Death Valley haben wir nochmal getankt und da stand ein riesiges Schild “Last Service before Area 51“. Wie wir dann rausbekommen haben, ist die Area 51 in Nevada. Wir wären gerne mal vorbeigefahren und hätten uns das Städtchen Rachel angesehen, aber das wäre ein Umweg von über 200 Meilen gewesen und hätte unseren Zeitplan wohl etwas zu sehr durcheinander gebracht. Also weiter Richtung Death Valley. Wie ich von der Fahrt nach Phoenix schon berichtet habe, ist es hier eigentlich überall Scheisse-Heiß. Aber es sollte noch schlimmer kommen. Doch der Reihe nach.
An der Death Valley Junction, kurz bevor es dann also tatsächlich Richtung Death Valley geht, sind wir an einer Art Ort vorbeigekommen (naja nur 3-5 alte Häuser). Alles total verlassen, mitten in der Wüste. Die “Häuser” waren schon ziemlich heruntergekommen, teilweise sogar verfallen. Das sind so die Orte wo Geschichten wie das “Texas Kettensägen Massaker” passieren, nur waren wir ja glücklicherweise in Nevada und nicht in Texas. Mittendrin stand da übrigens auch ein “Opera Haus” und wie wir später erfahren haben, tritt da seit 30 Jahren jeden Samstag eine inzwischen 70 jährige Frau auf, egal ob Gäste da sind oder nicht. Das ist wohl eine Tänzerin vom Broadway, die damals schon nicht mehr sehr erfolgreich war und dann beim durchfahren durch diese Geisterstadt beschlossen hat, da zu bleiben. Um auch immer Zuschauer zu haben, hat sie sich einfach Ihre Gäste an die Wände des Theaters gemalt.
So, dann ging es also endlich weiter ins sagenumwobene Death Valley. Zuerst sind wir zum Dante’s View am Rande des Valleys gefahren. Von dem hochgelegenen Punkt hat man wirklich einen wunderschönen Überblick über nahezu das gesamte Valley. Danach ging es zum Zabrieski Point und je tiefer wir ins Death Valley kamen, umso heisser wurde es. Wir haben eine Spitzentemperatur von 48 Grad gemessen und das Abends um 21 Uhr und obwohl es den ganzen Tag ziemlich bewölkt war. Im Death Valley wurden an Rekordtagen schon über 70 Grad Celsius gemessen. Somit ist das Death Valley der heisseste Ort in den USA. Am Zabrieski Point haben wir in der mörder Hitze auf den Sonnenuntergang gewartet, leider hatten wir Pech, da es sehr bewölkt und der Sonnenuntergang somit nicht sehr gut zu sehen war.
Nach Sonnenuntergang sind wir noch zu BAD WATER im Valley gefahren. Das ist mit 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel der tiefste Punkt der Westlichen Welt. Ausserdem wohl die einzige Stelle im DV wo es Wasser gibt, aber das will mit Sicherheit keiner trinken
Bei Bad Water haben wir dann auch ein paar Amis getroffen, die uns vom Death Valley Run erzählt haben. Ja, Ihr habt schon richtig gelesen, am nächsten Tag soll im DV eine Ultra-Marathon für total Bekloppte stattfinden. 135 Meilen bei Mörder Hitze in ca. 24 Stunden! Aufgrund dieses Marathons war dann auch leider unser geplanter Übernachtungsort in Furnace Creek total ausgebucht. Da es inzwischen Nacht war, sind wir von Bad Water nach Stovepipe Wells gefahren.
Die Fahrt war dann schon ein Erlebnis für sich. Mitten in der Nacht auf einer einsamen Strasse im DV und über uns tobt ein Gewitter. Dazu kommt dann noch, dass wir gerade durch irgendwelche Sanddünen fuhren, die natürlich vom Sturm kräftig rumgewirbelt wurden, so dass die Sichtweite teilweise unter 5m war und weit und breit fast keine anderen Autos. Als wir dann nach 40 Meilen in Stovepipe Wells ankamen, war dort natürlich auch alles ausgebucht. Also fast den ganzen Weg wieder zurück, aus dem DV raus und in Beatty nach weiteren 40 Meilen haben wir dann endlich ein Motel gefunden. Dort war das Wetter dann auch besser, aber natürlich immer noch 2HOT2HANDLE! Zwei deutsche Päarchen, die sich auch durch Zufall in diesem Motel getroffen haben, saßen da noch draussen, wir haben uns angeschlossen und noch einen netten Abend bei Wein gehabt. Ausserdem konnten wir auf unser 2 jähriges anstoßen. ;-)
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