Heute ging es von Beatty zurück ins Death Valley. Aber diesmal sind wir eigentlich nur durch gefahren. War aber interessant die Strecke, die wir gestern nur bei Gewitter und Sturm im dunklen gesehen haben, nochmal bei Tag abzufahren. Wir haben auch ein paar der bereits erwähnten, bekloppten Läufer bei Ihrer Tour gesehen. Nach dem Death Valley gings dann durch die Sierra Nevada. Landschaftlich wird es nun wieder etwas grüner und bergiger, auch die ersten Berggipfel mit Schnee konnten wir entdecken… es wird kühler… In Lone Pine gabs dann Mittagessen. In einem kleineren Restaurant habe ich meinen ersten American “homemade” Burger gegessen. Auch sehr lecker mit geil knusprigem Speck, aber vor allem die Pommes waren sehr geil. Relativ dicke Streifen und vor allem mit einer ziemlich geilen Würzung (Steakgewürze + Paprika ?). Danach ging es weiter auf unserer Tour. Endlich sehen wir mehr von diesen “typischen” amerikanischen Kleinstädten entlang der Highways (395) wie man sie sich eben vorstellt. Wir haben dann noch einen kleinen Abstecher in der Nähe der Mammoth Lakes zu den Hot Creeks gemacht. Das sind kleine Becken mit warmem bis heissem Wasser, die von unterirdischen Geisyren gespeist werden. Normalerweise kann man dort auch baden, aber das ist im Moment verboten. Auch ohne zu baden ist es wirklich ein hübsches Plätzchen. Sollte man sich auf jeden Fall mal ansehen wenn man in der nähe ist… Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es nun endlich kühler ist? ;-) Naja, es hat sogar ein wenig geregnet.
Unser nächstes Ziel und auch geplanter Platz zum Übernachten war dann Lee Vining. Dort haben wir in einer Art kleinem “Blockhaus” (Cabin) übernachtet. Hier gab’s dann auch zum ersten Mal kein Wireless Lan. Nachdem wir eingecheckt hatten, gings noch zum Mono Lake, in der Hoffnung den Sonnuntergang diesmal zu erwischen. Der Mono Lake ist wirklich ein geiler See. Leider wird/wurde (?) er von Los Angeles als Wasserreservoir genutzt und so hat der See innerhalb weniger Jahre 15 m an Wasserhöhe verloren. Dort kann man auch die komischen aber sehr schönen Steingebilde (Tufa) im See bewundern, die sich durch Ablagerungen gebildet haben. Wir haben dort beim Warten auf “das perfekte Foto” noch einen netten Neuseeländer kennengelernt. In Neuseeland hat es gerade wohl irgendwas um die 5 Grad. Na das nenn ich mal kalt im August ;-) Wir haben auch noch ein paar recht schöne Bilder machen können, wobei das ganze in natura einfach noch viel geiler war. Färbung des Himmels und des Sees, die man so einfach nicht auf einem Bild wiedergeben kann. Ein echter Tipp!
Am Abend waren wir dann noch kurz in einem Restaurant was essen. (Klaro, für mich auch wieder ein Burger, aber der war OK und nicht weiter der Rede wert.) Hier haben wir uns noch recht lange mit einem sehr netten Iren unterhalten, der 10 Jahre lang in Deutschland lebte und nun irgendwie auf die Häuser reicher Leute in LA aufpasst. Nebenbei ist er noch Sänger und hat einen Yoga und Massage Laden. Er hat uns eingeladen, uns etwas in LA herumzuführen, wenn wir das zeitlich noch mit unter kriegen. Im Shop nebenan haben wir uns dann noch ein bisschen mit Getränken und Süsskram eingedeckt. (4er Pack Starbucks Flaschen Vanilla Coffee Cold - sehr-lecker!!!). Es gibt übrigens eine Marke von Paul Newman, die stellen fast alles an Lebensmittel her (Saucen, Süssigkeiten, usw.) und der der Gewinn geht angeblich komplett zu Gunsten gemeinütziger Organisationen…. Coole Sache finde ich!
Ansonsten sollte man noch erwähnen, das Lee Vining ein kleines Kaff ist, das wohl nur vom Tourismus lebt. Das Benzin war hier auch gut 1 Dollar teurer als sonst (3,99 Dollar/Gallon).
Morgen geht’s dann weiter zur Bodie Ghost Town und in den Yosemite National Park….
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