Zuerst ging es heute 30 Meilen zur Bodie Ghost Town. Das lag zwar nicht auf unserem direkten Weg, aber was wäre eine Reise durch Amerika ohne eine echte Western-Geister-Stadt. Also auf nach Bodie. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Bodie ist eine Stadt die zu Ihrer besten Zeit (gegen 1880) einmal mehr als 10.000 Einwohner hatte. Inzwischen sind aber nur noch weniger als ein Viertel der Gebäude der Stadt erhalten. In Bodie wurde, wenn ich das richtig verstanden habe, auch zum ersten Mal elektrischer Strom über eine größere Distanz übertragen. Wen das alles genauer interessiert, der kann sich ja mal die Internetseite von Bodie ansehen. Auf jeden Fall ist es eine Geisterstadt die sich wirklich lohnt. Geister haben wir zwar keine gesehen, da Bodie aber von seinen Einwohnern relativ schnell verlassen wurde, ist einiges noch im Orignal-Zustand erhalten (Möbel, Kleidung, Tapeten, Särge usw.) Die meisten Gebäude können nicht betreten werden, aber man bekommt dennoch ein relativ gutes Feeling dafür, wie es wohl in der damaligen Zeit in einer Stadt so ausgesehen haben könnte. Noch dazu war Bodie wohl eine recht verruchte Stadt, mit Goldgräbern, Mienenarbeitern, Prostituierten, Saloons, Schlägereien, Morden und eben allem, was so zu einer Good-Old-Western-Town gehört. Scheinbar waren die ganzen Western Filme wohl doch nicht so unrealistisch. Die Geisterstadt ist noch ziemlich gross und man sollte schon ein paar Stündchen mitbringen, wenn man sich das Ganze in Ruhe ansehen möchte. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Danach ging es dann für uns weiter in den Yosemite National Park. Diesen zu beschreiben ist wirklich sehr schwer. Der Park ist riesengross und das Meiste kann man sich wohl nur durch ausgiebiges Wandern erschliessen. Da das aber nicht so unser Ding ist und wir nicht genügend Zeit hatten, sind wir mit dem Auto durchgefahren und haben an so vielen Punkten wie möglich gehalten. Gerade der Anfang des Parks war eigentlich “too beautiful to be real!“. Da gibt es Stellen, mit grünen Wiesen, Flüsschen, Steinen und Bäumen, die sehen so schön aus, dass man fast meinen könnte da wurde ein Designer engagiert, um das Ganze für eine Postkartenansicht zu arrangieren. Nur dass das eben alles von der Natur geschaffen wurde und nicht geplant entstanden ist. Wenn man dann weiterfährt, sieht man Plätze und Natur, die es auch in Deutschland gibt, nur alles eben umso größer und damit auch umso beeindruckender. Und nicht zu vergessen, die haben da noch lebende Bären! Zum Abschluss unseres Besuches haben wir noch versucht einen schönen Platz für einen Sonnenuntergang zu finden, aber das haben wir leider, wie schon ein paar mal, leider nicht ganz geschafft.

Von Yosemite sind wir dann in der Nacht noch nach Oakdale gefahren, um dort zu übernachten. Nachdem wir ein Motel gefunden hatten, ging es nur noch darum, etwas zu Abendessen zu organisieren. Naja und da um die Ecke gleich ein Carl’s Jr. war und ich den noch nicht getestet hatte, war die Entscheidung schnell getroffen. Die machen zwar schon um 21h zu, wie die meisten Fast-Food Ketten, aber die Drive-Throughs haben noch länger geöffnet. Diesmal gab es für mich einen DOUBLE SIX DOLLAR BURGER (1420 Cal) und Heike hat sich einen SIX DOLLAR GUACAMOLE BACON gegönnt. Dazu Pommes und Coke, ist doch klar… Und was soll ich Euch sagen, der absolute Hammer! Das waren mal 2 richtig geile Burger. Mit Abstand die Besten, die ich bisher in einer Fast-Food-Kette bekommen habe. Warum? Naja, die sind eben charboiled. Keine Ahnung was das genau auf deutsch heißen soll, aber in der Praxis bedeutet das, daß die Hackfleisch-Scheiben aussen Knusprig und innen saftig sind. Dazu noch ein geiles Brötchen und diverse Zutaten und fertig ist ein richtig geiler Burger. Meine Empfehlung: Unbedingt probieren! Danach war ich echt voll! Was für ein super Abschluss für einen schönen Tag!