Heute ging es dann weiter von Oakdale nach San Francisco. Ich glaube die Strasse, die nach SF reinführt, war 5- oder 6-spurig in beide Richtungen. Zuerst ging es über die Bay Bridge. Das Ampelsystem und die sonstigen Verkehrsregeln in Amerika sind zwar eigentlich die gleichen wie in Deutschland, aber irgendwie ist das alles doch etwas gewöhnungsbedürftig. San Francisco hat neben den aus dem Fernsehen bekannten steilen Strassen auch sehr viele Einbahnstrassen. Die Ampeln sind immer auf der anderen Strassenseite und rechts abbiegen darf man immer, auch bei rot. Rechts vor links gibts wohl nicht so ganz. Dafür viele Stop-Schilder. Es darf immer der zuerst fahren, der zuerst an die Kreuzung gekommen ist. Ob man an einer Strasse parken darf, sieht man an den Schildern oder an den farbigen Bordsteinen. Es gibt 4 verschiedene Farben oder so, keine Ahnung, ich habs mir nicht gemerkt ;-) Ausserdem gibt es wohl Strassen die man zu manchen Zeiten nur als Car-Pool befahren darf, also mit mindestens 2 Insassen. Wie dem auch sei, klingt alles viel komplizierter als es ist. Einfach drauflosfahren und irgendwie klappt das dann schon. Ausserdem gewöhnt man sich sehr schnell an diese Kleinigkeiten wenn man sie erst einmal kapiert hat  ;-) 

 

Laut unserem schlauen Buch gibt es in San Francisco wohl die meisten Hotel mit zentraler Lage in der Van Ness oder Lombard Street, also sind wir da gleich hingefahren und hatten echt Glück. Gleich im ersten Motel (Francisco Bay Inn) war noch ein letztes Zimmer frei. Als wir später dann unseren ersten Ausflug zur Fishermen’s Wharf gemacht haben, haben wir gesehen dass inzwischen eigentlich alle Motels ihr “No Vacancy” eingeschaltet hatten, also “keine zimmer frei”.

Unser Auto haben wir im Hotel stehen gelassen und sind wie gesagt los zur Wharf (dem alten Fischerei Hafen). Das ganze dort ist alles restauriert und sehr touristisch. Also viele Shops mit Souvenirs, Restaurants usw. Ziemlich überlaufen ist es auch, aber man sollte es sich auf jeden Fall mal ansehen. Vor allem das Pier 39 ist sehr schön gemacht. Auch kann man dort eine Kolonie Seelöwen beobachten, die frei im Hafenbecken ihr Zuhause gefunden hat. Nur im Sommer ziehen die Tiere in südlichere Gefilde. Wir hatten aber Glück und es waren noch einige von ihnen auf ihren Plätzen im Hafenbecken. Auf den Strassen sieht man auch die Unterschiedlichsten Auftritte von Kleinkünstlern, da haben wir auch eine wirklich sehr colle Breakdance Show von ein paar ziemlich authentisch wirkenden Jungendlichen erlebt.

So, alles nächstes wollten wir uns um unsere Alcatraz Tickets kümmern. In den Reiseführern steht man soll sich vor allem an Wochenenden ein paar Tage früher darum kümmern. Nun, es war nicht Wochenende und wir hatten ja ein paar Tage zeit. Aber Pustekuchen, nix wars. Keine Tickets innerhalb der nächsen 5 Tage frei. UNd warum? Nun, das haben wir auch schnell herausbekommen. Es gibt da so tolle “Time Sharing” Firmen, also Firmen, die einem Zeit-Anteile von Ferienanlagen aufschwatzen wollen. Die kaufen einen Grossteil der verfügbaren Karten. Von diesen Firmen bekommt man die Karten dann for free, muss sich aber vorher einen knapp 2 stündigen Vortrag über ihre “ach so tollen” Ferienanlagen anhören. Natürlich mit der Hoffnung dass man dann auch Anteile kauft, was man aber nicht muss. Diese Angebote sind aber nur für US-Bürger gedacht, also keine Tickets for free für Europäer, ausserdem hätte ich mir sowieso nicht 2 Stunden lang diesen Scheiss angehört. Wir haben dann zwar noch Tickets von irgend so einem zwielichten Typen angeboten bekommen (in Kombination mit einer Hafenrundfahrt), aber mit 75 Dollar pro Nase (Alcatraz kostet normal ca. 16 Dollar) war das definitiv eine Abzocke. Somit war das Thema Alcatraz für uns leider erledigt. Ich kann also nur jedem empfehlen seine Alcatraz Tickets einige Wochen vorher übers Internet vorzubestellen um auf Nummer sicher zu gehen. Wir haben dann einfach eine ganz normale Stadtrundfahrt mit dem Bus für den nächsten Tag im Hotel gebucht und das Thema Alcatraz abgeschlossen.

Zum Abendessen gabs diesmal im Pier 39 im WIPE OUT einen riesen Burrito. Der war zwar nicht der Hit, aber alles in allem ganz OK