Nach der Nacht in unserem unglaublich teuren Hotelzimmer gings am Morgen erstmal zum hoteleigenen Starbucks. Nach unserer klassischen Kaffeewahl (Markus White Mocca, Heike Caramel Machiatto) sind wir erstmal zum Boston Common gelaufen, dem Startpunkt des Freedom Trails in Boston. Markus durfte heute den Fremdenführer spielen uns hat mich mit seinem Fachwissen mächtig beeindruckt (könnte auch daran liegen, dass er sich nen Führer für den Freedom Trail gekauft hat).

Der Freedom Trail ist etwa 4 km lang und führt durch das historische Boston. Im Endeffekt folgt man einer roten Linie auf den Boden, die an sechzehn historischen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. War aber echt sehr spannend, mal zu sehen, wo im Endeffekt die USA entstanden sind (also wo die Unabhängigkeit von England erklärt wurde). Die einzelnen Stationen reichten von Kirchen, einem ehemaligen Buchladen, der USS Constitution (einem echt coolen Schiff, das so ziemlich jedes Schiff - oder auch mehrere auf einmal - das ihm jemals begegnet ist, platt gemacht hat) bis hin zu einigen Friedhöfen. Auf dem Granary Burying Ground sind z.B. die Eltern von Abraham Lincoln begraben. 

Wie schon gesagt, war echt ein ziemlich cooler Spaziergang, bei dem man auch sehr viel von Boston und vor allem auch von der Geschichte der USA (so kurz sie auch ist) mitbekommen hat. Markus hat sich wirklich als begnadeter Reiseführer erwiesen. Boston an sich hat uns viel besser als New York gefallen, hier ist es irgendwie chilliger und entspannter. Da steht eine uralte Kirche neben einem hochmodernen Skyscraper und einem alten Backsteinhaus, aber trotzdem fügt sich alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Boston kann ich wirklich nur jedem echt empfehlen, mein Herz hat es zumindest schon mal gewonnen.

Vom letzten Punkt des Freedom Trails in Cambridge (man geht in Boston über eine Brücke und ist schon in Cambridge, der Heimat des MITs und Harvard) sind wir dann weiter zum Museum of Science in Boston gelaufen. Leider hatten wir dort nur eine Stunde Zeit, da das Museum schon um 5 Uhr schließt. Aber allein die eine Stunde war schon extrem cool. Was die Amis echt draufhaben ist ihre Museen echt spannend zu gestalten. Das ist uns in NY schon aufgefallen, und hier war es wieder das gleiche. Alles ist so ansprechend gestaltet, fast alles ist zum anfassen und ich glaube speziell Kinder können hier spielend echt was lernen. Also perfekt für uns zwei ;-)

Ich war z.B. in einem Nachbau einer “Mondkapsel” gesessen, Markus hat kleine Roboter bedient und ganz viel altes Computerzeugs bewundert. Nen uralten Mac, einen riesigen Computer von 1952, eines der ersten Ethernetkabel und eine echte Enigma - ratet mal, wer hin und weg war?? Leider wurde das Museum viel zu früh geschlossen, so dass wir bei weitem nicht alles sehen konnten. Aber unsere Tickets sind noch die nächsten sechs Monate gültig, wer weiß ;-)

Auf dem Rückweg zum Auto war dann noch kurz etwas shopping angesagt. Ich hab nämlich meine Jacke in New York in dem Minihotelzimmer liegen lassen und musste dann natürlich unbedingt ne neue haben (wie schade aber auch). Also kurz bei Abercrombie&Fitch rein, Jacke gekauft und schon war mir wieder warm. 

Von Boston sind wir dann noch 40 Meilen bis nach Gloucester gefahren (auf der Cape Ann Insel), wo wir auch diesmal wirklich problemlos ein Hotelzimmer bekommen haben. Abendessen gabs dann an der Main Street bei einem Mexikaner - war eigentlich ganz nett der Laden und ne Empfehlung von der netten Rezeptionistin unseres Motels. Das Essen war ok, der Cranberry Margaritha hätte ne ganze Kompanie betrunken gemacht. Mit der nötigen Bettschwere konnten wir dann auch gut schlafen ;-)