die virtuelle heimat von heike und markus
3 Okt
Am nächsten Morgen sind wir dann aus unserem Hotel ausgecheckt, wobei wir etlichen „Elvissen“ aus dem Weg gehen mussten. An diesem Abend gabs nämlich einen Elvis Look a like Contest in unserem Hotel und die waren schon am anreisen. Wir wollten schon immer mal einen japanischen Elvis sehen…
Wir sind dann erstmal zum nächsten Outlet Center gefahren, um uns einen Koffer zu kaufen, irgendwie haben wir schon ein bisschen eingekauft und hatten keinen Platz mehr in unseren bisherigen Koffern
Man muss schon mal ganz ehrlich sagen, dass die ganzen Outlets im Endeffekt alle die gleichen Läden haben, wir kennen die ganzen Shops mittlerweile in und auswendig. Macht aber trotzdem immer wieder Spaß!
Danach sind wir nach Bird-in-the-Hand gefahren, um uns einen Amish Farmers Market anzusehen. Hatten wir uns irgendwie spannender vorgestellt und die blöden Amish darf man auch nicht fotografieren, hat was mit ihrer Religion zu tun. Der Ort war dann aber doch ganz putzig und wir haben uns noch eine Art Flohmarkt/ Pumpkin Verkauf / Antiquitäten „Markt“ angekuckt. Ansonsten gabs da echt nicht viel zu sehen und zu tun, so dass wir dann auch schon weiter gefahren sind.
In unserem Reiseführer stand, dass Reading (ein Kaff ca. 40 Meilen von Lancaster) die Outlet Shopping Hauptstadt des ganzen Landes ist. Also auf nach Reading. War mal ziemlich fürn Arsch, das war da wohl mal früher so, aber mittlerweile gibt’s da nicht mehr wirklich was, weil Reading wohl zu weit von den Fabriken entfernt ist und sich das für die Firmen nicht mehr lohnt. Toll, dass der Reiseführer die aktuelle Version von 2008/2009 ist. Möchte nicht wissen, wie viele arme Touris wie wir noch darauf reinfallen… Aber wenigstens haben wir auf dem Weg dahin noch ein paar Amish im Horsebuggy mitten auf der Straße fahren sehen.
Nach diesem kleinen Umweg sind wir dann nach Philadelphia gefahren, besser gesagt, wir haben es versucht. Auf dem Weg sind wir dann noch an den Philadelphia Premium Outlets vorbei gekommen, wo wir natürlich raus gefahren sind. Die waren sogar echt nett, und es gab sogar mal andere Geschäfte
Weiter unterwegs waren wir ca. 1 Stunde im Stop and go-Verkehr gefangen und dann (als wir etwas früher rausfahren wollten um ein günstigeres Motel zu finden) haben wir eindeutig die falsche Ausfahrt genommen. Wir sind mitten in Germantown, einem Vorort von Philly, gelandet. Mitten im tiefsten Ghetto!!! Also ganz ehrlich, wir sind echt froh, dass wir da heil wieder rausgekommen sind. An einer Ampel dort haben sich dirket neben uns zwei Schwarze geprügelt oder auch abgestochen, wer weiß das so genau. Wir haben dann echt nur noch zugesehen, dass wir da schnellstmöglich wieder raus gekommen sind. Die Innenstadt von Philadelphia sah auch nicht sonderlich vertrauenserweckend aus, also sind wir wieder umgedreht und sind wieder aus Philly raus gefahren. In Conshohocken (so ca. 15 Meilen entfernt) haben wir dann ein echt nettes Marriott Inn & Suites gefunden, wo wir dann auch geblieben sind und einfach nur heilfroh waren, dass die Horrorfahrt vorbei war. Der sehr nette Typ vom Hotel hat uns dann noch eine All American Bar empfohlen, wo wir noch kurz was gegessen haben (Heike hat endlich mal wieder einen Salat bekommen) und dann einfach nur noch ins Bett wollten.
2 Okt
Heute war unser letzter Tag in Washington, aber wir hatten noch ein paar Punkte auf der Liste bevor wir die Stadt verlassen konnten. Zuerst ging es zum Frühstücken, ratet mal wohin
– natürlich zu Dunking Donuts. Frisch gestärkt sind wir dann zum Weissen Haus. Wir konnten es nur aus sicherer Entfernung fotografieren, da es logischerweise gut umzäunt und bewacht ist. Wenn man es besuchen möchte, kann man sich wohl irgendwie 90 Tage im voraus über die Botschaft oder so akkreditieren.
Vom Weissen Haus sind wir dann weiter zum International Spy Museum. Wieder ein hervorragendes Beispiel wie gut und anschaulich die Amerikaner Museen gestalten können. Das Spy Museum ist zwar nicht sehr groß, aber doch sehr umfangreich. Von Verschlüsselungstechniken, über technische Abhörmöglichkeiten bis hin zur Geschichte der Spionage und der Geheimdienste ist alles vertreten. Vor allem alles rund um den Kalten Krieg und die Spionage vor und nach dem 2. Weltkrieg wird ausführlich behandelt. Wobei es schon eine etwas einseitige Sicht aufweist und vor allem die Erfolge der Amerikaner in den Mittelpunkt stellt.
Nach dem Spy Museum sind wir zurück zu unserem Auto. Man muss dazu sagen., dass Markus bei Ankunft in Washington den perfekten Parkplatz gefunden hat. Direkt neben dem Hotel, legal und kostenfrei! Was in Washington (muss man dazu sagen) echt ein kleines Wunder ist. Mit dem Auto ging es dann zum Arlington National Cemetary. Auf diesem riesigen Friedhof in Washington liegen nur Soldaten und ihre Familien begraben. Auch das Grab von JF Kennedy ist hier. Wobei wir uns JFKs Grab schon etwas beeindruckender vorgestellt hätten. Dort haben wir auch noch das berühmte Grab des unbekannten Soldaten besucht. Vor diesem Grab steht 24 Stunden ein Soldat und hält so eine Art Ehrenwache. Jede Stunde wird der Soldat nach einer exakten Prozedur von einem anderen Soldaten abgelöst (Changing The Guards). Wir können nur sagen scheiss Job! Man sollte vielleicht noch erwähnen das der Soldat inzwischen nicht mehr dort liegt und auch kein unbekannter mehr ist, das ist aber eine andere Geschichte. Im übrigen steht dort auch das Wohnhaus von Robert E. Lee, der coolen Sau, aber auch das ist eine andere Geschichte. Ansonsten ist der Friedhof schon beeindruckend mit seinen tausenden weißer Grabsteine. Ihr habt ihn bestimmt schon öfter in Filmen gesehen. Anzumerken sei nur noch das die Checkers (Eichhörnchen) dort ziemlich arrogant sind, Markus hat ihnen extra Nüsschen mitgebracht, aber die haben sie nicht mal mit dem Arsch angesehen, da waren die Checker in Washington City schon cooler. Naja Markus hat die Nüsschen dann einfach selbst vertilgt.
Von Washington gings dann mit Auto weiter nach Lancaster. Nachdem wir in Lancaster schnell ein Motel gefunden hatten, sind wir dann zu Denny’s zum Essen. Diesmal wollten wir die Burger testen. Für Heike gab es einen Mushroom Swiss (genau, mit Pilzen) und für Markus einen Bacon Cheddar Burger. Auch die Burger bei Denny’s haben wir für gut und empfehlenswert empfunden. Vor allem sollte man die 49 Cent Aufpreis zahlen und die Pommes „Seasoned“ bestellen. Die sind dann extra gewürzt und super knusprig.
1 Okt
Zum Frühstücken sind wir heute zu “au bon pain” (der Name ist wohl fanzösisch, aber wir haben keine Ahnung was das auf deutsch heissen soll). War nicht weiter aufregend, nur ein Kaffee, ein Cinnamon-Roll für Markus und Sweetcheese-Croissant für Heike.
Dann ging es erstmal zum U.S. Capitol und der Library of Congress. Heike war natürlich total begeistert, die größte Bibliothek der Welt zu sehen. Leider durfte man aufgrund von Restaurierungsarbeiten nicht in den eigentlichen Lesesaal. Aber man konnte durch eine Scheibe schon einen Eindruck bekommen. Die anderen Räume der LoC waren aber auch sehr interessant. Zur Zeit kann man dort z.B. die Bibliothek bzw. Bücher sehen die Thomas Jefferson der 3. Präsident der USA damals an die Library verkauft hat.
Als nächstes haben wir uns ganz tourimäßig ein Ticket für so einen Hop-On-And-Off Open-Top-Doppeldecker-Sightseeing-Bus gekauft und die Stadt vom Bus aus erkundet. (Lincoln-Monument, White House, Ford Theatre, Georgetown, usw). Leider hat es dann wieder zu regenen angefangen und so macht das oben in dem Doppeldecker keinen grossen Spass, denn man wird nass ;-). In Georgetown sind wir dann ausgestiegen um etwas zu shoppen. Abercrombie & Fitch gibt es in den USA wirklich an fast jeder Ecke, aber heute haben sie kein Geld mit uns verdient. Leider ist uns dann noch ein Diesel Store in die Quere gekommen und da konnte Markus natürlich nicht vorbei ohne zu zuschlagen. Laut dem Verkäufer gibt es den ganzen USA nur 45 Dieselshops, aber wie wir inzwischen herausgefunden haben ist Diesel ja auch keine amerikanische Marke sondern kommt aus Italien
Nach unserer kleinen Shoppingtour sind wir dann wieder in einen unserer Doppeldecker eingestiegen (Ihr wisst schon Hop-On-And-Off) ud wollten beim Lincoln Memorial aussteigen. Leider hat Markus da was durcheinander gebracht und wir sind eine Station zu früh ausgestiegen. Die die Busse aber nur alle halbe Stunde an den Stationen vorbeikommen, sind wir das restliche Stück eben gelaufen.
Das Lincoln Memorial ist ein ebenso imposanter Bau wie die meisten anderen in Washington. Irgendwie ist hier alles entweder irgendwas von der Regierung oder eine Gedenkstätte, Memorial, Monument oder sowas. Natürlich alles immer schön mit amerikanischen Zitaten, Sprüchen, Persönlichkeiten und nicht zu vergessen Fahnen dekoriert. Die ganzen Bauten sind meist im Römischen Stil gehalten und wir sagen nun lieber nicht an welche bauten in Nürnberg sie teilweise schon etwas erinnern.
Irgendwie waren wir beide der Meinung, das die berühmte Szene aus Rocky (wo er die Treppen hochrennt) hier gedreht wurde und haben uns deshalb erstmal aufgeregt, das hier ein grosses Schild steht, welches das Rennen verbietet. Aber auch sonst sah alles etwas anders aus als im Film. Wie wir später dann nochmal recherchiert habe wurde Rocky in Philadelphia gedreht und nicht. Aber da wir bei Philadelphia in den nächsten Tagen noch vorbeikommen werden, werden wir versuchen dann dort den original Schauplatz zu besuchen und die Szene richtig nachstellen
Wir waren aber nicht die einzigen den Treppen auf den Leim gegangen sind, wie wir an den Foto-Posen anderer Touris erkennen konnten. MIt dem weissen Haus hatten wir ein ähnliches Erlebniss, aber das erzählen wir auf Wunsch lieber persönlich
Nach dem Lincoln Memorial sind wir den ganzen Weg zu unserem Hotel zurück gelaufen und haben nochmal Washingtoner Nachtluft geschnuppert. Markus hatte noch ein paar lustige Begegnungen mit seinen neuen Lieblingstieren den Checkers (Eichhörnchen), die es in den ganzen USA und insbesondere in Washington scheinbar auf jedem Stückchen Grünfläche in Massen gibt. Da wir nun ziemlich kaputt und hungrig waren, sind wir unterwegs noch in “Ollie’s Trolley” eingekehrt. Einem klassischen Diner, wie man es sich eben so in den USA vorstellt.
Für Heike gab’s einen Bacon Cheese Burger und für Markus einen Half Pund Double Dekcer, dazu jeweils Ollie’s Famous French Fries (Pommes mit 26 Gewürzen). Was sollen wir sagen, wenn ihr jemals in Washington DC seid, dann müsst ihr zu Ollie’s Trolley denn hier haben wir die bisher besten Burger unserer diesjährigen USA Reise gegessen und die Besten Pommes ever!
Gut gestärkt und mit einem leichten Völlegefühl ging es dann die letzten Meter zurück ins Hotel.